ENDOSKOPIE-
VORSORGE
Alle zehn Jahre übernehmen die Krankenkassen für Patienten über 55 Jahre die Kosten einer Vorsorge-Koloskopie.
WARUM VORSORGECOLOSKOPIE
Bei einer Darmspiegelung, die auch ohne Beschwerden bei Eintritt des Vorsorgealters sinnvoll ist (das bedeutet ja das Wort Vorsorge) kann man Krebsvorstufen, sog. Polypen, feststellen. Diese Polypen sind meist harmlos wenn sie klein sind und können problemlos während der Darmspiegelung abgetragen werden. Können diese Polypen jedoch zu lange ungestört wachsen, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit bösartig. Polypen mit einer Größe von über 2 cm sind schon in über der Hälfte der Fälle bösartig.
WAS BRINGT DIE VORSORGECOLOSKOPIE
Seit es die Vorsorgecoloskopie gibt, sind über 15% weniger Darmkrebsfälle aufgetreten, möglicherweise, weil häufig Polypen festgestellt und abgetragen wurden, bevor daraus Darmkrebs wurde.
Das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, ist um über 25% gesunken, möglicherweise, weil Darmkrebsfälle früher erkannt wurden und rechtzeitig behandelt werden konnten.
Darmkrebs ist vererbbar.
Haben Sie Verwandte mit Darmkrebs oder Darmpolypen, so ist eine Darmspiegelung bereits vor dem 55. Lebensjahr sinnvoll. Am Besten ab dem 40. Lebensjahr. Wenn in der Verwandtschaft jedoch vor dem 50. Lebensjahr Darmkrebs auftritt, sollte die Vorsorgecoloskopie entsprechend 10 Jahre früher erfolgen.
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WARUM IST EINE VORSORGEMAGENSPIEGELUNG SINNVOLL
Es gibt viele Erkrankungen im Magen- und Speiseröhrenbereich, die keinerlei Beschwerden verursachen und somit für eine Vorsorgemagenspiegelung, v. a. aber für frühzeitige Spiegelung bei auch nur diskreten Sympomen (s. o.) sprechen. Eine Vorsorge-Magenspiegelung wertvoll, vor allem für Patienten mit an Magenkrebs erkrankten Verwandten wichtig ab dem 40. Lebensjahr.